Corinne Chapelle, Violine

Die in den USA geborene Französin Corinne Chapelle erhielt ihre erste Geige mit zweieinhalb Jahren, ihr erstes Konzert spielte sie ein Jahr später. Sie war Schülerin von Yehudi Menuhin, der sie als „eines der größten Talente ihrer Generation“ bezeichnete, an seiner berühmten Menuhin Academy in London und setzte ihre Studien in der Solistenklasse von Pinchas Zukerman an der Juilliard School in New York fort. Meisterkurse bei Josef Gingold, Lorand Fenyves und Liana Issakadze folgten, die Meisterklasse an der Münchner Musikhochschule absolvierte Corinne Chapelle als Studentin der bedeutenden Professorin Ana Chumachenco. Neben dem 1. Preis der Julius Stulberg International String Competition gewann sie auch zahlreiche weitere internationale Preise. Corinne Chapelle konzertiert als Solistin sowie als Kammermusikerin in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten. Ihre Engagements als Solistin, u. a. mit dem Montreal Symphony Orchestra, dem Kammerorchester des Polnischen Rundfunks, dem Orchestre Symphonique de Tours, dem Prager Kammerorchester, dem Pacific Symphony Orchestra, dem Kölner Kammerorchester und dem Mozarteum Orchester führten sie in zahlreichen Musikzentren wie das Mozarteum Salzburg, die Kölner Philharmonie, das Prinzregententheater München, die Tonhalle Zürich, den Dvořáksaal im Rudolfinum Prag, das Athenaeum Bukarest, das Konzerthaus Dortmund oder das Théâtre des Champs-Elysées Paris.

 

Als internationale Botschafterin der Musik für die Vereinigten Staaten von Amerika trat sie im Senat in Washington D. C. auf und spielte die chinesische Erstaufführung von Samuel Barbers Violinkonzert mit den Philharmonischen Orchestern von Shanghai und Peking. Corinne Chapelle ist eine gern geladene Solistin, Kammermusikerin und Meisterkurs-Leiterin bei diversen internationalen Festivals wie dem Kuhmo Kammermusik Festival in Finnland, dem La Jolla Summerfest in Kalifornien, dem Aspen Music Festival in Colorado, dem Rheingau Musikfestival und dem Schleswig-Holstein Musikfestival sowie in Frankreich bei den Festivals von Carcassonne, La Baule und Mazauges. Im Rahmen der Salzburger Festspiele 2004 feierte sie anlässlich einer Gedenkveranstaltung für Wilhelm Furtwängler einen großen Erfolg und wurde im Jahr 2007 abermals zu den Salzburger Festspielen für eine Live-Übertragung durch den Bayerischen Rundfunk verpflichtet. Sie konzertierte mit Adam Fischer, Alexander Lonquich, Fabio Biondi, Kit Armstrong, Heinz Holliger, Reto Bieri, Adrian Brendel, Eduard Brunner, Milana Chernyavska, Alban Gerhardt, Gary Hoffman, Franz Hummel, Liana Issakadze, Konstantin Lifschitz und weiteren renommierten Musikern. Viele ihrer Konzerte wurden live im Fernsehen und Rundfunk übertragen und von der Presse begeistert besprochen. Aufnahmen von Corinne Chapelle sind bei Naxos, jpc und Guild Music erschienen. Erst kürzlich wurde die Aufnahme sämtlicher Streichquartette von Franz Xavier Richter, gespielt auf historischen Instrumenten von Jacobus Stainer unter der Leitung von Corinne Chapelle, mit einem Grammy nominiert.