Daniel Schnyder, Altflöte und Saxophon

Der 1961 in Zürich geborene schweiz-amerikanische Komponist, Saxofonist und Flötist Daniel Schnyder gehört zu den aktivsten und meistgespielten Komponisten seiner Generation. Seit 1992 lebt Daniel Schnyder in New York City und ist weltweit als ‘composer in residence’ gefragt. Er war zum Beispiel beim Moritzburg Festival in Dresden (2010), beim Orchestre de Chambre de Lausanne OCL (2009), beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (2008), beim Milwaukee Symphony Orchestra (2000) sowie an vielen anderen Orten als ‘composer in residence’ zu Gast. Sein umfangreicher Werkkatalog enthält Kompositionen aller Werkgattungen. Schnyder beschäftigt sich zu gleichen Teilen mit Jazz, klassischer und improvisierter Musik, wobei er Einflüsse aus der Neuen Musikszene ebenso aufnimmt wie Chromata der alten Musik, ethnischen Musik und jazzverwandten Musik. Er weiss Meisterwerke von Renaissance bis Jazz so zu bearbeiten, dass sie ganz anders und neu erlebt werden können (‘Haendel in Harlem’ ein Programm mit dem Bassposaunisten der Berliner Philharmoniker, Stefan Schulz, sei dazu ein Beispiel). Schnyder kreiert gern neuartige Programmkonzepte, die exotische Instrumente und Musikarten miteinschließen, oder er konzipiert ganze Konzertabende, bei denen die Musik in einen bestimmten außermusikalischen Kontext eingewoben wird. Ein Beispiel dafür sind seine Faust-Projekte mit Orchester, Solisten, Schauspielern und Film. Außerdem befasst er sich mit Einflüssen außereuropäischer Musikkultur und deren Integration in seinen abendländisch geprägten Stil, wie es beispielsweise in seinem PIPA Konzert, seiner „Oriental Suite“ (2006), seinem Arabian Night Programm für das Absolute Ensemble New York oder seinem Afrikanischen Oratorium, ‘SUNDIATA KEITA’, das in der Berliner Philharmonie zusammen mit 4 Musikern aus Mali, Chor und gr. Orchester 2010 uraufgeführt wurde, zur Geltung kommt. Sein „klassisches Werk“ umfasst vier Symphonien, fünf Streichquartette, fünf Opern, mehr als ein Dutzend Instrumentalkonzerte drei Oratorien und viele weitere Orchester- und Kammermusikwerke, die von Ensembles und Solisten regelmäßig weltweit aufgeführt und auf CDs aufgenommen werden.

 

Seine jüngste Oper, ‘Charlie Parker’s Yardbird’, wurde in vielen Produktionen in mehr als acht Staedten, von Philadelphia bis Chicago, New York, Seattle, New Orleans und London in den USA und England gespielt.

 

Als Jazzmusiker und Komponist arbeitete Schnyder u.a. mit Jazzgroessen wie Paquito D’Rivera, Lee Konitz, Ray Anderson, Victor Lewis, Abdullah Ibrahim, Lew Soloff, Kenny Drew jr. und Hubert Laws zusammen.

 

Daniel Schnyder gilt weltweit als ‘Spezialist’ für moderne Komposition für Blechblasinstrumente, und hat in der Gattung wegweisende Werke geschaffen, die von bedeutenden Solisten wie Wolfgang Bauer, Joe Alessi, David Taylor, Stefan Schulz, Henning Wiegraebe, Graham Ashton, Manuel Blanco, Ole Edvard Antonsen, Jim Pugh, Adam Unsworth und Reinhold Friedrich, Frederic Belli, Brandt Attema, sowie der Hannover Trombone Unit viel gespielt und aufgenommen werden.

 

Einige seiner Werke werden an bedeutenden internationalen Wettbewerben als Pflichtstuecke verlangt. (Rostal Wettbewerb in Berlin, Aeolus Wettbewerb in Duesseldorf, Maurice Andre Wettbewerb in Paris, Muri Competition in der Schweiz etc.)

 

Im Bereich der Streichquartettmusik hat Daniel Schnyder mit vielen Streichquartetten zusammengearbeitet, darunter das Carmina Quartett, das Artemis Quartett, das Belenus Quartett, das Mandelring Quartett, das Amar Quartet, das Stradivari Quartett und das Amida Quartett. 

 

Für sein musikalisches Schaffen erhielt Schnyder bereits viele Auszeichnungen sowie eine „Grammy“-Nominierung im Jahr 2000.

 

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