Dénes Várjon, Klavier

Der ungarische Pianist studierte an der Liszt Ferenc Musik Akademie Budapest bei Ferenc Rados und György Kurtág und nahm bereits als Jugendlicher jährlich an internationalen Meisterkursen von András Schiff teil. 1991 schloss er seine Studien mit dem Konzertdiplom ab und ist seit 1994 Professor an der Liszt Ferenc Akademie in Budapest. 1997 wurde ihm von der Ungarischen Regierung der Liszt Preis verliehen. Dénes Várjon war 1991 überragender erster und bis heute einer der jüngsten Preisträger beim Concours Géza Anda in Zürich. Kurz darauf debütierte er als Solist mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Sándor Végh bei den Salzburger Festspielen.

 

Als eine der wichtigsten ungarischen Musikerpersönlichkeiten seiner Generation profiliert sich der Künstler seit vielen Jahren regelmäßig in den wichtigsten Musikmetropolen Europas und den USA und ist Gast bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, den Festivals in Marlboro und Bard (USA), den Schwetzinger Festspielen, den Ittinger Pfingst-Konzerten, dem Lucerne Festival, der Piano Series, der Biennale di Venezia, beim Lockenhaus Festival, Rheingau Festival, Schleswig Holstein Festival, dem Kunstfest Weimar, beim Edinburgh Festival und vielen anderen. Als Solist konzertierte er in den letzten Saisons mit Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, dem Budapest Festival Orchester, dem Russian National Orchestra, dem American Symphony Orchestra, dem Münchener Kammerorchester, der Camerata Salzburg und dem Mozarteum Orchester, dem Wiener Kammerorchester, der Camerata Bern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Ungarischen Staatsorchester, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Scottish und dem Australian Chamber Orchestra sowie Gidon Kremers Kremerata Baltica, unter namhaften Dirigenten wie Heinz Holliger, Adam Fischer, Ivan Fischer, Leopold Hager, Horst Stein, Thomas Zehetmair, Ivor Bolton, Ola Rudner und Sir George Solti.

 

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Dénes Várjon mit großem Engagement der Kammermusik. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u. a. Steven Isserlis, Joshua Bell, Evelyn Glennie, Clemens, Lukas und Veronika Hagen, Heinz Holliger, Leonidas Kavakos, Miklós Pérenyi, András Schiff, Carolin Widmann, Christoph Richter, Radovan Vlatkovic, Tabea Zimmermann, das Carmina Quartett, das Takács Quartett, das Keller Quartett, das Ensemble Wien-Berlin. Dénes Várjon ist darüber hinaus regelmäßig mit seiner Frau Izabella Simon zu sehen, mit der er bei Rezitalen vierhändig und auf zwei Klavieren spielt. Mit dem Oboisten und Komponisten Heinz Holliger besteht seit langen Jahren eine sehr enge Zusammenarbeit. Dénes Várjon kann auf eine sehr beachtliche Diskographie bei Naxos, Capriccio, Sony Classical und Hungaroton verweisen.

 

Zu seinen international bedeutendsten Einspielungen gehört eine Produktion von Sándor Veress’ „Hommage à Paul Klee“ mit András Schiff, Heinz Holliger und dem Budapest Festival Orchester, die bei TELDEC erschienen ist. Seinen jüngsten – von der internationalen Presse hochgelobten – kammermusikalischen Einspielungen mit Carolin Widmann (ECM), Christoph Richter (ECM) und Steven Isserlis (Hyperion), folgte Anfang 2012 als notwendige Konsequenz die erste Solo-CD. Darauf, neben Janáčeks „Im Nebel“ und Liszts Sonate in h-Moll, „eine pianistisch hochrangige Interpretation von Alban Bergs Opus 1, die durch Klangfülle und Sensibilität fesselt und stilistisch zwischen den „klassischen“ Darstellungen eines Brendel oder Pollini und der verinnerlichten Sicht Mitsuko Uschidas positioniert ist“ (Fono Forum, März 2012).

 

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